Ein Fotograf buchte mich neulich für ein Erotikshooting als Amateurmodel und hatte sich dazu eine ganz außergewöhnliche Location einfallen lassen – er wollte die Aufnahmen am See drehen. Für mich waren Außenaufnahmen bis dato neu, denn außer auf einem Hotelbalkon hatte ich noch nie draußen posiert. Nachdem sich der Fotograf eine Genehmigung geholt hatte, zog unser Team für die Amateurbilder am See dann auch neugierig los. Der See befand sich in Privatbesitz und sollte daher genügend Intimität für unsere Aufnahmen bieten. Da wir Nacktshootings machen, ist die Auswahl wirklich geeigneter Plätze im Outdoor-Bereich gar nicht so einfach, da der Fotograf und unser Team selbstverständlich auch keinerlei Ärger verursachen will. Am See angekommen richteten wir zügig das Set ein und begannen alsbald mit den Aufnahmen, auch wenn der starke Wind uns die Arbeit nicht gerade erleichterte. Außer mir war noch ein zweites Amateurmodel dabei, dass jedoch noch ein Frischling in der Branche war und mich mit seiner Nervosität gewaltig ansteckte. Zu allem Unglück erhob sich auch der Wind immer mehr und der Himmel nahm eine auf baldigen Regen hindeutende graue Farbe an. Da der Fotograf erst zwanzig Aufnahmen im Kasten hatte, mussten wir uns sputen, das Shooting vor dem Wetterumschwung noch abzuschließen – als plötzlich zwei Polizeibeamte aus dem Gebüsch auftauchten. Die waren ziemlich verblüfft über das, was wir da gerade taten und fragten streng nach einer Genehmigung. Unser Fotograf war kein Amateur und hatte selbstverständlich an alles gedacht, so dass die verdutzten Beamten wieder abziehen mussten. Wir schafften es dann gerade noch, alle Posen in den Kasten zu bekommen, als ein furchtbares Gewitter losging und uns komplett durchnässte.